Hier findest du eine Auswahl unserer Absinth-Sorten >> Anders. Besser. Schöner
Kurze Geschichte des Absinth Absinth ist das deutsche Wort des französischen absinthe, das ursprünglich „Wermut“ bedeutete. Im Jahre 1769 erschien im schweizerischen Neuchâtel eine Zeitungsannonce, die für das Elixier «Bon Extrait d’Absinthe» warb. Dahinter verbarg sich eine Kreation, die im Val de Travers, dem Tal der Grünen Fee - aus Alkohol, Wermut, Anis, Zitronenmelisse und weiteren Kräutern als ein belebendes Allheilmittel gebraut hatten. 1797 gründete Major Dubied gemeinsam mit seinem Sohn Marcellin und seinem Schwiegersohn Henri Louis Pernod die erste Absinth-Brennerei. Am Nachmittag füllten sich die Cafés, in den Gläsern schimmerte es grünlich, la fée verte zauberte einen Glanz auf die Augen und weckte den Esprit. Diese dem Absinth geweihte Stunde hieß schon bald l’heure verte. Den größten Zuspruch fand Absinth seit jeher bei Künstlern, Intellektuellen und Bohemiens. Der Absinthrausch galt als eine Muse, der die gesamte malende und literarische Elite verfallen war. In den 1850er Jahren warnen die ersten Stimmen vor einem übermäßigen Absinthkonsum. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Absinth in fast allen europäischen Ländern verboten, da er Absinthepilepsie und verstärkten Hang zu Selbstmord und Wahnsinn verursache, so die Kritiker. Pernod veränderte die Rezeptur und das Produkt wurde weiter als Anisgetränk - ohne Wermut - verkauft. Bekannte Nachfolgeprodukte sind: Pastis, Anisette, Herbe de Sante und Sambuca. Seit 1998 ist Absinth auf dem Gebiet der ganzen Europäischen Union mit begrenztem Thujongehalt wieder zu-gelassen worden. Die Schweiz folgte erst kürzlich. Es lassen sich 2 Sorten Absinth unterscheiden: Absinth blanche, der erst unter Zugabe von Wasser seine typisch milchig-bläuliche Farbe erhält – „ La Bleue“ und Absinth verte, erhät seine Farbe durch Zugabe von stark chlorophyllhaltigen Pflanzen bei einem weitern Destillationsdurchlauf – „ La Fee Verte“. Die französischen und schweizerischen Sorten teilt man nach ihrem Alkoholgehalt in drei Gruppen ein: Absinthes supérieures (65-75% Alkohol) Absinthes normales (50-65% Alkohol) und Absinthes inférieures (40-50% Alkohol). Außer Wermut (Artemisia absinthium) enthält in Frankreich und der Schweiz hergestellter Absinth noch : Anis, (teilweise ersetzt durch den billigeren Sternanis, Fenchel), Ysop und Zitronenmelisse. Die grüne Farbe, die viele Absinthsorten aufweisen, stammt vom Chlorophyll der typischen Färbekräuter, wie pontischem Wermut, Ysop, Melisse und Minze.
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